das Punkteabbausystem FES
(Fahreignungsseminar) gültig ab 01.05.2014 ...


... besteht aus zwei Teilen

Verkehrspädagogische Teilmaßnahme

hier in der Fahrschule

Verkehrspsychologische Teilmaßnahme

in einer Praxis

max. 6 Teilnehmer

2 Sitzungen (Module) a 90 Minuten

mit einem Verkehrspädagogen

Zwischen den beiden Sitzungen muss mindestens 1 Woche vergehen

max. 1 Teilnehmer

2 Sitzungen (Module) a 75 Minuten

mit einem Verkehrspsychologen

Zwischen den beiden Sitzungen müssen mindestens 3 Wochen vergehen


Erst wenn beide Teilmaßnahmen erfolgreich absolviert wurden
kann die Teilnahmebescheinigung zum Punkteabbau ausgestellt werden
Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdauer beträgt 3 Wochen und 1 Tag
Durch das FES Seminar kann 1 Punkte Rabatt erworben werden

Inhalte der beiden Module

Inhalte der beiden Sitzungen

Anmeldung zum Seminar >>> <<< online anmelden



Quelle: BMVBS

 

Punkteregel ab 01.05.2014

  •  Ordnungswidrigkeiten ohne Fahrverbot 1 Punkt - Laufzeit 2,5 Jahre
  •  OWI mit Fahrverbot o. Straftat ohne Fahrerlaubnis Entzug 2 Punkte - Laufzeit 5 Jahre
  •  Straftat mit Fahrerlaubnisentzug 3 Punkte - Laufzeit 10 Jahre
  •  Entscheidungen zum Fahrerlaubnisentzug Laufzeit 5 oder 10 Jahre
  •  Punktebewertung immer ab dem Tattag gültig
  •  Beginn der Tilgungsfrist immer ab dem Tag der Rechtskraft
  •  Eintragungen werden 1 Jahr nach Ablauf der Tilgungsfrist gelöscht = Überliegefrist
  •  Löschung der Punktebewertung durch
    - Ablauf der Tilgungsfristen
    - Erteilung einer Fahrerlaubnis (Ausnahme befristete Fahrerlaubnis)
    - Neuerteilung nach Entzug der Fahrerlaubnis (Ausnahme Probeführerschein)
    - Neuerteilung nach Verzicht auf die Fahrerlaubnis


01. Warum war die Punktereform notwendig ?

02. Was wird im Verkehrszentralregister eingetragen ?

03. Was wird ab dem 01.05.2014 nicht mehr eingetragen ?

04. Wie erfahre ich meinen Punktestand ?

05. Was geschieht mit Eintragungen, die es nach der Reform nicht mehr gibt ?

06. Wie viele Punkte gibt es für Verkehrsverstöße ?

07. Was passiert mit den verbleibenden Eintragungen ?

08. Wie funktioniert der neue Punkterabatt ?

09. Welche Maßnahmen drohen ?

10. Wie werden sich die Tilgungsfristen ändern ?

11. Welche Verstöße werden mit der Punktereform teurer ?

12. Anmeldung zum Fahreignungsseminar ist hier ab 01.05.2014 möglich


Einfacher
Drei Maßnahmenstufen: Beim Punktestand von 1 bis 3 erfolgt die Vormerkung ohne weitere Maßnahme. Wer 4 bis 5 Punkte erreicht (1. Stufe), erhält eine Ermahnung und eine Information über das Fahreignungs-Bewertungssystem. Wird nun ein Fahreignungsseminar freiwillig besucht, kann dadurch 1 Punkt abgebaut werden. Beim Punktestand von 6 bis 7 (2. Stufe) erfolgt eine Verwarnung. Auch jetzt kann ein Fahreignungsseminar freiwillig besucht werden, in dieser Stufe allerdings ohne Punktabbaumöglichkeit. Das Erreichen von 8 Punkten oder mehr (3. Stufe) führt zur Entziehung der Fahrerlaubnis.
Von sieben auf drei Kategorien: Das neue Fahreignungs-Bewertungssystem unterscheidet nur noch zwischen drei Kategorien: Die jeweiligen Verstöße werden mit 1, 2 oder 3 Punkten bewertet. Das verringert die Komplexität der Berechnungen. Diese gröbere Einstufung reicht für die Bewertung des Verkehrssicherheitsrisikos aus.
Schwere und besonders schwere Verstöße sowie Straftaten: Ordnungswidrigkeiten ohne Regelfahrverbot werden als schwere Verstöße mit 1 Punkt bewertet. Ordnungswidrigkeiten mit einem Regelfahrverbot sowie Straftaten ohne Entziehung der Fahrerlaubnis werden als besonders schwere Verstöße eingestuft und mit 2 Punkten bewertet. Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis sind eine eigene Kategorie, die mit 3 Punkten bewertet wird.
Die Tilgungshemmung entfällt. Ein neuer Verstoß führt nicht mehr dazu, dass eine bereits eingetragene Tat länger gespeichert bleibt. Jede Tat und ihre Punkte verfallen nach festen Tilgungsfristen: Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis nach 10 Jahren, Straftaten ohne Entziehung der Fahrerlaubnis nach 5 Jahren, besonders schwere Ordnungswidrigkeiten nach 5 Jahren und schwere Ordnungswidrigkeiten nach 2,5 Jahren. Gelöscht werden die Eintragungen nach jeweils einem weiteren Jahr Überliegefrist, um korrekte Berechnungen zu ermöglichen.


Gerechter
Einheitliche Fahreignungsseminare im Sinne der Verkehrssicherheit: Die bisherigen Aufbauseminare und verkehrspsychologischen Beratungen bleiben nur noch im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe erhalten. Für das Fahreignungs-Bewertungssystem wurde speziell ein neues Fahreignungsseminar konzipiert. Es verbindet verkehrspädagogische mit verkehrspsychologischen Elementen und verhindert ein reines "Absitzen".
Verbesserte Qualitätssicherung: Das Fahreignungsseminar wird zunächst in einem 5-jährigen Modellversuch bei freiwilliger Teilnahme erprobt und von der Bundesanstalt für Straßenwesen wissenschaftlich überprüft.
Freiwilliger Punkteabbau führt zu besserem Fahrverhalten: Im Rahmen des Modellversuchs kann freiwillig ein Fahreignungsseminar besucht werden. Hierdurch kann 1 Punkt abgebaut werden bei einem Punktestand von 1 bis 5 Punkten, allerdings nur einmal innerhalb des Fünfjahreszeitraums.
Anhebung der Eintragungsgrenze: Der Punkteeintrag erfolgt erst ab einem Bußgeld von 60 Euro (bisher 40 Euro).



Transparenter
Konzentration auf Verkehrssicherheit: Im Fahreignungsregister werden verkehrssicherheitsrelevante Verstöße erfasst. Auf die Erfassung von Verstößen, die keinen direkten Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben, wird verzichtet.
Berechnung des Punktestandes: Punkte entstehen am Tattag und werden für die Berechnung des Punktestandes so lange herangezogen, wie die Tilgungsfrist für die betreffende Tat noch nicht abgelaufen ist. Hierdurch soll das Taktieren von Wiederholungstätern vermieden werden, die Rechtsmittel nur einlegen, um den Punktestand noch vorübergehend zu drücken.
Einheitliche Berechnung der Tilgungsfristen: Der Beginn der Fristen wird nicht mehr von der Art der Entscheidung abhängen - heute deren Rechtskraft oder Tag des ersten Urteils oder Tag der Unterzeichnung des Strafbefehls -, sondern einheitlich mit der Rechtskraft der Entscheidung beginnen.
Information steht obenan: Verkehrsteilnehmer werden ab der Ermahnung und beim Erreichen jeder weiteren Stufe informiert. Bereits vor Inkrafttreten der Reform wurde ermöglicht, dass im Internet mittels des neuen Personalausweises ein Antrag auf Auskunft zum Punktestand auch elektronisch gestellt werden kann.

© Quelle Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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02. Was wird im Verkehrszentralregister eingetragen ?

ab 01.05.2014:

nur noch die in Anlage 13 FeV genannten Ordnungswidrigkeiten und Verkehrsstraftaten

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03. Was wird ab dem 01.05.2014 nicht mehr eingetragen ?

Es entfallen zukünftig Eintragung,
die keine unmittelbare Bedeutung für die Verkehrssicherheit haben.
Geahndet werden diese Verstöße strafrechtlich usw. selbstverständlich auch in Zukunft


z. B. entfällt die Eintragung folgender Straftaten:

- Beleidigung im Straßenverkehr
- Verstoß gegen Pflichtversicherungsgesetz
- Kennzeichenmissbrauch (sofern ohne Fahrverbot)
- Unfall mit leichter Verletzung (sofern ohne Fahrverbot)

z. B. entfällt dieEintragung folgender Ordnungswidrigkeiten:

- Unberechtigtes Befahren der Umweltzone
- Verstoß gegen Kennzeichenregelungen
- Verstoß gegen Fahrtenbuchauflage
- Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw

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04. Wie erfahre ich meinen Punktestand ?

Alle Menschen haben einen Anspruch auf kostenlose Auskunft aus dem Verkehrszentralregister.
Der Antrag kann nur schriftlich per Post und nicht per eMail oder per Telefax gestellt werden.
Bei der Punkteauskunft muss sichergestellt sein, dass kein Unbefugter die persönlichen Daten erhält.
Der so genannte Identitätsnachweis erfolgt entweder durch eine amtliche Beglaubigung der Unterschrift (Rathaus) oder durch lesbare Kopien des Personalausweises oder des Passes (Vorder- und Rückseite)
Telefonische Auskünfte sind daher aus logischen Gründen nicht möglich.



Hier haben wir Dir das Formular >>>   <<< zum Download bereit gestellt

Mit dem neuen >>> <<< ist die Auskunft jetzt auch online möglich

 

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05. Was geschieht mit Eintragungen, die es nach der Reform nicht mehr gibt ?

Taten, die nach neuem Recht nicht mehr eingetragen würden, werden zum 01.05.2014 gelöscht.
Die Löschung erfolgt automatisch. Damit werden eingetragene Punkte gelöscht, die wegen einer in Zukunft nicht mehr eintragungsfähigen Tat erfasst sind (z.B. 1 Punkt für Verstoß wegen Umweltzone).
Zudem reduziert sich das Register bei mehreren Eintragungen um solche Delikte, die dann nicht eintragungsfähig sind (Beispiel: Punktekonto weist aktuell 10 Punkte aus, davon 5 Punkte wegen Beleidigung und 1 Punkt wegen Umweltzone - bleiben nur noch 4 Punkte nach der alten Punktebewertung, die mit der Punktereform umgerechnet werden)

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06. Wie viele Punkte gibt es für Verkehrsverstöße ?

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07. Was passiert mit den verbleibenden Eintragungen ?

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08. Wie funktioniert der neue Punkterabatt ?

Auch nach neuem Recht soll ein Punkteabbau möglich sein:
Wer beim Stand von 1 bis 5 Punkten am etwa 400 € teuren Fahreignungsseminar (FES) freiwillig teilnimmt, bekommt 1 Punkt erlassen

Achtung:
Dies ist im neuen System nur bis in der zweiten Ermahnungsstufe (gelb) möglich
Danach können keine Punkte mehr abgebaut werden
Deswegen unbedingt vorher entscheiden und abbauen - bevor es zu spät ist!


Wer also noch schnell nach altem Recht
- ein Aufbauseminar
   oder/und
- die verkehrspsychologische Beratung
absolviert , dessen Rabatt (bis zu 6 Punkten) wird bei der Umstellung seiner alten Punkte berücksichtigt.
Punkte durch freiwillige Seminarteilnahme können nur einmal in 5 Jahren abgebaut werden.


unsere Empfehlung:
den umfangreichen Punkterabatt nach altem Recht jetzt noch durch rechtzeitige Teilnahme sichern

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09. Welche Maßnahmen drohen ab 01.05.2014?

Auch im neuen Recht sind vier Stufen vorgesehen

 

Punktesystem alt
Punktesystem neu FES
Maßnahme
   
00 - 07
00 - 03
Vormerkung
08 - 13
04 - 05
Ermahnung
14 - 17
06 - 07
Verwarnung
18
8
Entziehung
 

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10. Wie werden sich die Tilgungsfristen ändern ?


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11. Welche Verstöße werden mit der Punktereform teurer ?


Delikte, die heute unter der neuen Eintragungsgrenze von € 60,- liegen und wegen ihrer Bedeutung für die Verkehrssicherheit weiterhin eingetragen werden, insbesondere:

Handyverstoß von 40 € auf 60 €
Winterreifenpflicht von 40 € auf 60 €
rechtswidriges Verhalten an Schulbussen von 40 € auf 60 €
rechtswidriges Verhalten an Schulbussen bei Gefährdung von 50 € auf 70 €
Missachtung der Kindersicherungspflicht von 40 € auf 60 €
Missachtung der Kindersicherungspflicht bei Gefährdung von 50 € auf 70 €
Zeichen eines Polizeibeamten nicht befolgt von 50 € auf 70 €
Vorfahrtverstoß von 50 € auf 70 €
Fußgängergefährdung im Fußgängerbereich von 40 € auf 60 €
Fahren ohne Zulassung von 50 € auf 70 €
Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten von 50 € auf 60 €
HU-Frist um mehr als 8 Monate überzogen von 40 € auf 60 €
Fahren ohne Begleitung als 17jährige(r) von 50 € auf 70 €

Delikte, die in Zukunft nicht mehr eingetragen werden und deren Punktewegfall kompensiert werden soll:

Umweltzone von 40 € auf 80 €
fehlendes Kennzeichen von 40 € auf 60 €
Verstoß gegen Fahrtenbuchauflage von 50 € auf 100 €
Kennzeichen abgedeckt von 50 € auf 65 €
Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw von 380 € auf 570 €

Flyer Download >>> Punktereform 2014 VFBV e. V.

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12. Anmeldung zum Seminar!

Die Teilnehmerzahl ist gesetzlich begrenzt
Wichtig: Rechtzeitig voranmelden und den Seminarplatz fest buchen, vor Kursbeginn werden eventuelle freie Plätze vergeben

Anmeldung zum Seminar >>> <<< online anmelden

ACHTUNG: Der gesetzte Termin im Anschreiben der Verwaltungsbehörde ist der Abgabetermin für die Seminarteilnahmebescheinigung,nicht der Anmeldetermin zum Seminar

... und so geht es dann weiter

  • wir teilen Dir die genauen Kurstermine per Email oder schriftlich mit
  • dazu bekommst Du auch eine Zahlungsaufforderung mit Bankverbindung
  • erst wenn Du diese innerhalb der angegebenen Frist beglichen hast,
    ist der Seminarplatz fest gebucht und Du kannst teilnehmen
  • sollten wir keinen Zahlungseingang bis zu dem angegebenen Termin feststellen,
    müssem wir den für Dich reservierten Platz sofort anderweitig vergeben

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